Definition Metropole

Metropole stammt vom griechischen "mitrópoli", was so viel wie Mutterstadt bedeutet. Die antiken Griechen nannten so die Städte, von denen aus zugehörige Kolonien gegründet wurden. Schon in der Antike handelte es sich also um zentrale Orte, die großen Einfluss sowie wichtige Funktionen besaßen und als Machtzentren anderen Großstädten überlegen waren.

Wenngleich der Begriff bis heute nicht eindeutig definiert ist, handelt es sich bei Metropolen weiterhin um Städte, die unter anderem durch ihre Leit- und Vorbildfunktion Bezugspunkte im nationalen und gegebenenfalls auch internationalen Städtesystem darstellen.

Eine Metropole ist historischer, kultureller, politischer, sozialer oder bzw. und wirtschaftlicher Mittelpunkt einer Region, der sogenannten Metropolregion. Die Konzentration einzelner oder mehrerer genannter Faktoren bezeichnet man als Metropolisierung. Immer auch zeichnen sich Metropolen durch verhältnismäßige Größe aus, die sich sowohl auf die Fläche als auch auf die Anzahl der Einwohner bezieht. Millionenstädte sind deshalb fast schon zwangsläufig auch Metropolen.

Als häufig gebrauchtes Synonym für die Weltstadt hat die Metropole vielfach international absolute Bedeutung. Beispiele hierfür sind Städte wie New York, Rom und Tokio. Populäre Bezeichnungen wie Donau-, Ruhrgebiets- und Sachsenmetropole beweisen allerdings auch, dass Metropolen nicht notwendigerweise Weltruhm genießen müssen. So hat beispielsweise Dortmund als Metropole des "Ruhrpotts" nur relative Bedeutung innerhalb einer bestimmten Region.

Beliebt sind auch spezialisierte Bezeichnungen wie Film-, Finanz-, Hafen-, Handels-, Industrie-, Kultur-, Kunst-, Medien- und Modemetropole. Sie beziehen sich auf einen speziellen Geschäftsbereich und entstehen, wenn eine Stadt durch einen Branchenschwerpunkt auffällt. Dies geschieht zum Beispiel, wenn viele Mitwirkende dieser Branche in der Stadt ansässig sind und dort folglich auch wichtige Branchenveranstaltungen stattfinden.