Mercury City Tower

Höchstes Gebäude Europas in Moskau eröffnet

publiziert am 03.11.2012 in Moskau | 1 Kommentar

Nicht einmal vier Monate war es „The Shard“ in London vergönnt, den Titel des höchsten Gebäudes Europas zu tragen. Wie prognostiziert wurde „Die Scherbe“ pünktlich am 1. November 2012 vom 28,82 Meter höheren Mercury City Tower in Moskau abgelöst. Das in der Moskwa City errichtete Bauwerk misst 338,82 Meter und damit über 40 Meter weniger als ursprünglich vorgesehen. Eine Bauvorschrift zwang die Architekten dazu, die Stahlspitze wegzulassen.

Dank seiner kupferfarbenen Glasfassade sticht der Mercury City Tower deutlich aus der Maße der Wolkenkratzer in der Moskwa City hervor. Im imposanten Gebäude stehen auf 75 Etagen insgesamt 147.000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Bis zum 40. Stockwerk sind Büro- und Geschäftsräume vorgesehen, darüber hinaus finden sich Luxusapartments. Ein famoser Blick auf die russische Hauptstadt bietet sich von fast jeder Etage.

Das Gebäude mit der Form eines mit der Axt bearbeiteten Holzscheits wurde nach sechs Jahren Bauzeit fertiggestellt. Die Baukosten betrug knapp eine Milliarde US-Dollar (775 Milliarden Euro).

Der Rekord des höchsten Gebäudes in Europa dürfte Russland noch einige Zeit erhalten bleiben. Zwar sind bereits deutlich größere Hochhäuser im Bau, doch alle in Russland. So wird auf dem Nachbargrundstück seit längerem am Federation Tower gearbeitet, der nach seiner Fertigstellung 506 Meter in den Himmel ragen soll. In St. Petersburg erhielt kürzlich der Energiekonzern Gazprom die Baugenehmigung für eine 463 Meter hohe Unternehmenszentrale.

KommentareFeed

  1. Joachim
    kommentierte am 7. November 2012 um 11:13 Uhr

    Das tut mir aber leid für den Shard-Tower, der jetzt nun mehr durch sein äußeres besticht, als durch sein Größe. Trotzdem finde ich die Skyline Londons um ein vielfaches schöner als die in Moskau. Die Fertigstellung des Mercury-Towers ist das Sinnbild eines neo-modernen reichen Russlands, das mit dem höchsten Gini-Koeffizienten in Europa, wie kein anderes Land, die weltweiten gesellschaftlichen Zustände wiederspiegelt.