Pariser Métro

Verlassene Stationen sollen Freizeittempel werden

publiziert am 16.02.2014 in Paris | kein Kommentar

Die Métro ist die preiswerteste und schnellste Art sich in Paris fortzubewegen. Alle paar Meter gibt es Stationen zwischen denen die Untergrundbahnen hin- und hersausen und täglich abertausende Menschen von A nach B befördern. Doch abseits der Wahrnehmung der Masse gibt es in der französischen Hauptstadt auch kaum sichtbare und kaum besuchte Métrostationen. Insgesamt 16 Bahnhöfe liegen brach. Zwei davon, Haxo und Porte Molitor, wurden gar nicht erst in Betrieb genommen. Viele der anderen Haltestellen wurden zu Beginn des Zweiten Weltkriegs geschlossen. Hierhin verirren sich allenfalls ein paar Graffitisprayer oder Obdachlose.

Nun will die Bürgermeisterkandidatin Nathalie Kosciusko-Morizet von der konservativen UMP (Union für eine Volksbewegung) die ungenutzten Katakomben von Paris mit Leben füllen. Geht es nach der Politikerin, dann werden die verlassenen Stationen zu modernen Freizeittempeln. Die sehenswerten Entwürfe der Pariser Architekten Manal Rachdi und Nicolas Laisné zeigen am Beispiel des Bahnhofs Arsenal wie es hier künftig einmal aussehen könnte.

Ob Diskothek oder Restaurant, Schwimmbad oder Theater – die Ideen sind vielfältig. Fraglich aber bleibt, ob Kosciusko-Morizet ihre zugleich interessanten wie kostspieligen Pläne wird umsetzen können. Aktuelle Umfragen sehen für das Amt des Bürgermeisters die Sozialistin Anne Hidalgo vorn. Sollte die 40-jährige es dennoch schaffen, dann will sie die Pariser dazu auffordern, weitere Vorschläge für die Verwandlung der derzeit nutzlosen Métrostationen abzugeben.

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